Warum „Sei einfach du selbst“ der dümmste Rat ist, den du je bekommen hast

„Sei einfach du selbst!“
Wie oft hast du diesen Rat schon gehört?
Klingt inspirierend, ist aber Unsinn, denn was ist dieses „Selbst“? Das „Du“, das höflich lächelt, obwohl du innerlich kochen könntest? Das „Du“, das „ja“ sagt, während alles in dir „nein“ schreit? Das „Du“, das perfekt funktioniert – aber sich leer fühlt?
Das ist nicht dein authentisches Selbst. Das ist ein jahrzehntelang trainiertes Programm. Und bevor du „du selbst“ sein kannst, musst du erstmal herausfinden, wer das überhaupt ist.
Mache jetzt deinen kostenlosen Selbsttest!
Wie konditioniert bist du wirklich?
Finde in 7 Fragen heraus, wie stark deine Kindheitskonditionierungen heute noch wirken
💡 Schnellantwort
Was bedeutet „authentisches Selbst“ wirklich? Dein authentisches Selbst ist der Kern unter allen Konditionierungen aus der Kindheit. Es ist nicht das „Du“, das höflich funktioniert, sondern das wahre „Du“ – mit deinen echten Wünschen, Gefühlen und deiner Seelenaufgabe. 95% deines Verhaltens läuft unbewusst ab als trainiertes Programm. Der Weg zum authentischen Selbst bedeutet: Diese Konditionierungen erkennen, hinterfragen und Schicht für Schicht abschälen.
📖 Inhaltsverzeichnis
- Das Problem mit „Sei einfach du selbst“
- Das authentische Selbst – von der Floskel zur Realität
- Warum du auf Autopilot lebst (und es nicht merkst)
- Wie deine Kindheit dein heutiges „Selbst“ erschaffen hat
- Achtsamkeit – nicht Wellness, sondern Überlebensstrategie
- Die Seelenaufgabe hinter den Konditionierungen
- „Was willst du wirklich?“ – Die abtrainierte Frage
- Deine nächsten Schritte – Praktische Übungen
- Meditation: Vom Gedanken-Chaos zur inneren Stille
- Persönliche Einladung von Madlen
- Zusammenfassung
Das Problem mit „Sei einfach du selbst“
Ich höre oft Frauen sagen: „Madlen, ich weiß nicht mehr, wer ich bin.“ Frauen, die nach außen funktionieren. Aber innen? Innen ist da nur… Leere. Oder noch schlimmer: Das dumpfe Gefühl, ein Leben zu leben, das nicht das ihre ist.
Und dann kommt jemand daher und sagt: „Sei doch einfach du selbst!“
Das ist, als würdest du jemandem sagen „Sprich doch einfach Chinesisch!“ – ohne dass diese Person je ein Wort Chinesisch gelernt hat. Das ist nett gemeint, aber völlig nutzlos.
Die Wahrheit ist doch, dass du nicht „einfach du selbst sein“ kannst, weil du jahrzehntelang trainiert wurdest, NICHT du selbst zu sein. Dein „Selbst“ ist unter so vielen Schichten von Konditionierungen, Anpassungen und „Du solltest“-Botschaften begraben, dass du erstmal graben musst. Tief graben.
Und genau darum geht es in diesem Artikel. Nicht um weitere leere Floskeln, sondern um die unbequeme Wahrheit darüber, warum du dich fremd im eigenen Leben fühlst – und was du wirklich tun kannst, um zu dir selbst zu finden.

Das authentische Selbst – von der Floskel zur Realität
Ich muss ehrlich sein, denn ich kann es manchmal nicht mehr hören: „Das authentische Selbst.“
Er ist zu einer Floskel geworden. Ein Slogan. Etwas, das auf Instagram-Posts prangt, während die Leute weiter ihr perfekt kuratiertes Leben posten. Die spirituelle Szene wirft mit diesem Begriff um sich wie mit Konfetti – aber was steckt wirklich dahinter?
Die meisten haben keine Ahnung. Ich sehe es immer wieder: Menschen besuchen ein Wochenend-Seminar, machen eine geführte Meditation, und denken: „Jetzt habe ich mein authentisches Selbst gefunden!“ Zwei Wochen später sind sie wieder im gleichen Muster. Gleiches Leben. Gleiche Automatismen. Gleiche Leere.
Warum? Weil „authentisches Selbst“ nicht etwas ist, das du an einem Wochenende findest. Es ist keine App, die du downloadest. Kein Schalter, den du umlegst.
Es ist ein Prozess und manchmal auch ein schmerzhafter Prozess des Abschälens. Schicht für Schicht. Konditionierung für Konditionierung.
Stell dir vor, dein wahres Selbst ist wie eine Zwiebel (ja, ich weiß, Klischee – aber es passt einfach). Der Kern – das bist du. Deine wahren Wünsche. Deine Seelenaufgabe. Deine Geschenke. Aber über diesem Kern liegen Jahrzehnte von Schichten.
„Sei höflich.“
„Sei nicht zu laut.“
„Mädchen machen das nicht.“
„Mit Kunst kannst du kein Geld verdienen.“
„Sei vernünftig.“
Jede dieser Botschaften ist eine Schicht, eine Konditionierung und eine Anpassung an das, was von dir erwartet wurde.
Und das Tragische ist, dass die meisten Menschen ihr ganzes Leben in diesen äußeren Schichten leben. Sie kennen den Kern gar nicht. Sie SIND die Konditionierungen. Sie verwechseln die Maske mit dem Gesicht darunter.
Das authentische Selbst zu finden bedeutet: Diese Schichten zu erkennen, zu hinterfragen und Stück für Stück abzuschälen. Nicht um perfekt zu werden, sondern um echt zu werden.
Und das kann ganz schön anstrengend sein und manchmal unangenehm. Es ist definitiv nicht „einfach“.
Aber es ist der einzige Weg zu echter Erfüllung. Der einzige Weg zu deiner Seelenaufgabe. Der einzige Weg, morgens aufzuwachen und zu fühlen: „Ja. Das ist mein Leben. Nicht das Leben, das andere für mich geplant haben.“

Wie deine Kindheit dein heutiges „Selbst“ erschaffen hat
Wie oft hast du in deiner Kindheit gehört: „Sag nicht ‚ich will‘, sag ‚ich möchte‘.“ (oder hast es vielleicht selbst schon zu deinen Kindern gesagt…)
In diesen Momenten lernten wir nicht nur Höflichkeit. Wir lernten, dass unser WOLLEN zu viel ist, zu fordernd und zu groß. Wir lernten: Mach dich kleiner. Sei bescheidener. Deine Wünsche sind nicht okay so, wie sie sind.
„Ich möchte“ – das klingt weicher. Zurückhaltender. Angepasster.
„Ich will“ – das ist Kraft. Klarheit. Authentischer Ausdruck.
Diese kleinen sich ständig wiederholenden Korrekturen, korrigierten wie wir jahrelang mit unseren Wünschen umgingen, wie wir sie kleinmachten und versteckten.
Das ist Konditionierung und sie beginnt früh. Sehr früh.
In der Kindheit ist dein Unterbewusstsein weit offen. Wie ein Schwamm. Es saugt alles auf. Jede Botschaft. Jede Regel. Jede „Du solltest“-Anweisung.
„Sei nicht so laut.“
„Gib die Hand beim Guten-Tag-Sagen.“
„Schau den Menschen in die Augen.“
„Sitz gerade.“
„Hör auf zu heulen.“
„Jungs spielen nicht mit Puppen.“
„Stell dich nicht so an.“
„Das macht man nicht.“
Jeder dieser Sätze formt dich, nicht böswillig, weil deine Eltern, Lehrer, die Gesellschaft wollten dich auf das Leben vorbereiten und dir beibringen, wie man in dieser Welt „funktioniert“.
Aber dabei haben sie dir auch beigebracht, dein authentisches Selbst zu verstecken.
Die meisten Verhaltensweisen, die du heute im Kontakt mit anderen Menschen zeigst wurden dir vor 20, 30, 40 Jahren eingepflanzt.
Du lachst an den vorgegebenen Stellen – weil dir als Kind beigebracht wurde, wann Lachen angemessen ist.
Du fragst bestimmte Fragen – weil dir als Kind gezeigt wurde, welche Fragen man stellt und welche nicht.
Du verhältst dich „höflich“ – weil Höflichkeit jahrelang trainiert wurde.
Und ich will nicht sagen, dass Höflichkeit oder soziale Regeln schlecht sind. Nein, nur das Problem ist, dass irgendwann die Grenze verschwimmt. Du weißt nicht mehr, was wirklich DU bist – und was nur das Programm.
Wo hört die gelernte Anpassung auf und wo fängt dein wahres Selbst an?
Das ist die Frage, die die meisten Menschen nie stellen, weil sie gar nicht wissen, dass sie ein Programm abspielen.
Ein kleiner Test:
Denk an eine typische soziale Situation. Ein Treffen mit Bekannten oder ein Familienfest.
Wie verhältst du dich dort? Welche Rolle spielst du? Bist du die „Lustige“? Die „Zuverlässige“? Die „Vernünftige“? Die, die anderen immer alles hinterher räumt und immer fleißig mit abwäscht, während es immer die gleichen Menschen nicht tun?
Und jetzt die wichtigere Frage: Ist das wirklich du? Oder ist das die Rolle, die dir vor Jahren zugewiesen wurde und die du seitdem perfektioniert hast?
Die Antwort darauf zu finden, ist nicht einfach. Aber es ist der Anfang, die Zwiebelschichten abzuschälen.
Achtsamkeit – nicht Wellness, sondern Überlebensstrategie
Achtsamkeit. Noch so ein Begriff, der mir manchmal auf die Nerven geht.
Nicht, weil Achtsamkeit nicht wichtig wäre. Sondern weil sie zu einem Wellness-Trend verkommen ist. Zu etwas, das man zwischen Yoga-Kurs und Smoothie-Bowl macht. Nice to have. Entspannend, aber nicht wirklich… ernst.
Lass mich dir sagen: Achtsamkeit ist kein Wellness-Trend.
Achtsamkeit ist eine Überlebensstrategie.
Sie ist der einzige Weg, aus dem Programm aufzuwachen. Der einzige Weg, zu bemerken: „Oh. Ich spiele gerade wieder dieses Muster ab.“
Warum lehren alle alten Traditionen Achtsamkeit? Buddhismus. Hinduismus. Taoismus. Alle.
Nicht, weil es entspannend ist (obwohl das ein netter Nebeneffekt ist), sondern weil es das Werkzeug ist, mit dem du unbewusste Muster durchbrechen kannst.
Achtsamkeit bedeutet, wirklich präsent zu sein. Nicht mit den Gedanken bei der To-Do-Liste von morgen, nicht in Erinnerungen von gestern, sondern HIER. JETZT.
Und wenn du präsent bist – wirklich präsent – dann passiert etwas Magisches:
Du merkst, wann das Programm läuft.
Du merkst: „Oh, ich lache gerade automatisch, obwohl ich das gar nicht witzig finde.“
Du merkst: „Oh, ich sage gerade ‚ja‘, obwohl alles in mir ’nein‘ schreit.“
Du merkst: „Oh, ich spiele gerade die Rolle der ‚Vernünftigen‘, aber eigentlich fühle ich mich gerade gar nicht so.“
Das ist der Moment, in dem Veränderung möglich wird.
Denn du kannst nichts verändern, was du nicht siehst. Solange das Programm unbewusst abläuft, hast du keine Wahl. Aber in dem Moment, in dem du es erkennst, hast du plötzlich eine Wahl.
Du kannst weiter lachen oder du kannst es sein lassen.
Du kannst weiter „ja“ sagen oder du kannst „nein“ sagen.
Du kannst weiter die Rolle spielen oder du kannst aussteigen.
Das ist echte Freiheit. Echte Freiheit, nicht die Instagram-Version von Freiheit (ein Strand, ein Laptop, „arbeite von überall“). Sondern die Freiheit, in jedem Moment bewusst zu entscheiden, wer du sein willst.
Aber – und das ist wichtig – Achtsamkeit ist kein einmaliger Workshop. Es ist eine tägliche Praxis.
Jeden Tag aufs Neue fragen: „Bin ich gerade präsent? Oder läuft das Programm?“
In der kostenlosen Vortragsreihe „Der Ruf deiner Seele“ zeige ich dir eine konkrete Achtsamkeits-Technik, die nichts mit „entspann dich einfach“ zu tun hat. Eine Technik, die wirklich funktioniert, um Programme zu durchbrechen. (Und nein, es ist nicht das, was du denkst.)

Die Seelenaufgabe hinter den Konditionierungen
Jetzt wird’s interessant, denn hier kommen wir zum Kern dessen, warum das alles überhaupt wichtig ist.
Du fragst dich vielleicht: „Okay Madlen, ich verstehe das mit den Konditionierungen. Aber was hat das mit meiner Seelenaufgabe zu tun?“
Alles, weil deine Seelenaufgabe – das, wofür du wirklich hier bist – unter den gleichen Zwiebelschichten begraben ist, wie dein authentisches Selbst. Genau genommen: Sie SIND das Gleiche.
Dein authentisches Selbst IST deine Seelenaufgabe.
Lass mich das erklären.
Wir leben in einer Gesellschaft, die uns einen sehr klaren Lebensweg vorgibt:
Schule (am besten mit gutem Abschluss) → Ausbildung oder Studium (am besten mit gutem Abschluss) → Beruf (am besten gut bezahlt) → Arbeiten, arbeiten, arbeiten → Rente → Tod.
Und dazwischen darfst du in deiner Freizeit „leben“. In den paar Stunden zwischen Arbeit und Schlaf, sowie am Wochenende und im Urlaub.
Das haben wir alle gelernt. Das wurde uns allen eingepflanzt. Das ist die größte Konditionierung überhaupt.
„Leben“ ist etwas für später. Für nach der Arbeit. Für wenn du genug Geld verdient hast.
Aber deine Seelenaufgabe fragt nicht nach diesem Plan.
Deine Seelenaufgabe fragt: „Was willst DU wirklich? Was bringt DICH zum Leuchten? Was ist DEIN Geschenk?“
Und die meisten Menschen haben keine Ahnung, weil sie sich diese Fragen nie gestellt haben. Stattdessen: „Was kannst du studieren, womit du Geld verdienst?“ „Was ist sicher?“ „Was ist vernünftig?“
Ich habe einen ganzen Artikel über genau dieses Thema geschrieben – über die Lüge der Work-Life-Balance und warum dieses Modell Menschen krank macht. Den verlinke ich hier, weil er perfekt dazu passt: Work-Life-Balance.
Deine Seelenaufgabe zu finden ist deshalb so schwierig, weil du erstmal durch all diese Konditionierungen musst.
Du musst erstmal erkennen: „Oh. Das, was ich für MEINEN Wunsch halte – ist das wirklich meiner? Oder ist das, was mir mit 15 gesagt wurde, dass ich werden soll?“
Du musst erkennen: „Die Angst, die mich abhält, meinen wahren Weg zu gehen – ist das meine Angst? Oder die meiner Eltern, die mir beigebracht haben, dass Sicherheit das Wichtigste ist?“
Verstehst du, was ich meine?
Deine Seelenaufgabe ist da. Sie war immer da, aber sie ist verschüttet unter Jahrzehnten von „Das macht man nicht“, „Damit kannst du kein Geld verdienen“, „Sei realistisch“.
Das Abschälen der Zwiebelschichten – das ist der Weg zu deiner Seelenaufgabe.
Jede Konditionierung, die du erkennst und loslässt, bringt dich näher. Näher zu dem, was du wirklich willst. Näher zu dem, wofür du hier bist.
Und nein, das bedeutet nicht, dass du deinen Job kündigen und nach Bali ziehen musst (obwohl – wenn das dein Ruf ist, dann vielleicht doch). Es bedeutet: Du beginnst, DEIN Leben zu leben. Nicht das, das andere für dich geplant haben.
Das kann bedeuten: Ein neuer Beruf. Oder der gleiche Beruf, aber mit einer anderen Energie. Das kann bedeuten: Eine kreative Ausbildung. Oder einfach nur die Erlaubnis, das zu tun, was dich lebendig macht.
Aber du wirst es erst wissen, wenn du die Schichten abgeschält hast.
„Was willst du wirklich?“ – Die abtrainierte Frage
Stell dir diese Frage mal ernsthaft:
Was willst du wirklich?
Nicht: Was solltest du wollen. Nicht: Was wäre vernünftig. Nicht: Was würden andere erwarten.
Sondern: Was willst DU?
Ich wette, es fällt dir schwer zu antworten.
Und weißt du warum? Weil dir diese Frage abtrainiert wurde.
Erinnere dich an die Situationen aus der Kindheit, als du sagtest „Ich will!“ und die Erwachsenen dich korrigierten „Sag nicht ‚will‘, sag ‚möchte‘.“
Das war nicht nur eine sprachliche Korrektur. Das war eine Botschaft: Dein WOLLEN ist zu viel, zu fordernd und unangemessen.
Mach es kleiner. Verpacke es höflicher. Mach dich… weniger.
Und das haben die meisten von uns gelernt. Jahrelang.
„Ich will“ wurde zu „Ich möchte“. Wurde zu „Vielleicht könnte ich“. Wurde zu „Wenn es für alle okay ist“. Wurde zu… nichts.
Wir haben verlernt zu wollen.
Dein WOLLEN ist deine Kraft. Dein WOLLEN ist dein innerer Kompass.
Jetzt frag ich dich nochmal: Was willst du wirklich?
Und fühl mal in dich hinein, während du diese Frage hörst. Merkst du, wie sich etwas in dir zusammenzieht? Wie sich eine Unsicherheit breitmacht?
Das ist die Konditionierung. Die Schicht, die sagt: „Du darfst nicht so klar wollen. Das ist egoistisch. Das ist zu viel.“
Aber hier ist die Wahrheit, dass dein WOLLEN deine Kraft ist. Dein WOLLEN ist dein innerer Kompass. Dein WOLLEN zeigt dir, wo deine Seelenaufgabe liegt.
Wenn du nicht weißt, was du willst, bist du verloren. Dann lebst du das Leben anderer. Dann erfüllst du die Erwartungen anderer. Dann funktionierst du für andere.
Aber du lebst nicht. Nicht wirklich.
Und das Tragische? Als Erwachsene stellen wir uns diese Frage wieder: „Was willst du?“
Karriere-Coaches fragen das. Therapeuten fragen das. Spirituelle Lehrer fragen das.
Aber wir können sie nicht beantworten, weil die Fähigkeit, klar zu wollen, vor Jahrzehnten zensiert wurde.
Das Abschälen der Zwiebelschichten bedeutet auch: Zurück zu deinem WOLLEN zu finden. Zurück zu der Klarheit, die du als Kind hattest. „Ich will ein Eis!“ – so klar. So einfach. So authentisch.
Und ja, als Erwachsene ist es komplexer. Es geht nicht nur um Eis. Es geht um: „Was will ich aus meinem Leben machen?“ „Wo will ich leben?“ „Mit wem will ich meine Zeit verbringen?“ „Was will ich erschaffen?“
Aber das Prinzip ist das Gleiche: Die Erlaubnis, klar zu wollen, ohne es kleinzumachen und ohne es in Höflichkeitsfloskeln zu verpacken.
Einfach: Ich will.
Das ist Kraft. Das ist Authentizität. Das ist der Weg zu deiner Seelenaufgabe.

Deine nächsten Schritte – Praktische Übungen für mehr Authentizität
Theorie ist schön, aber ohne Praxis nutzlos.
Deshalb bekommst du jetzt konkrete Übungen. Keine komplizierten 10-Schritte-Programme. Sondern einfache, kraftvolle Praktiken, die du ab heute umsetzen kannst.
Übung 1: Der Achtsamkeits-Checkpoint (täglich)
Was du brauchst: Einen Timer und 30 Sekunden Zeit.
So geht’s:
Stelle dir 3x am Tag einen Timer. Zum Beispiel: 10 Uhr, 14 Uhr, 18 Uhr.
Wenn der Timer klingelt, halte inne. Wirklich innehalten. Und frage dich:
- Bin ich gerade präsent?
- Oder läuft ein Programm?
- Wie fühlt sich mein Körper an?
- Was denke ich gerade?
- Spiele ich gerade eine Rolle?
Beobachte ohne zu urteilen. Einfach nur wahrnehmen.
Das war’s. 30 Sekunden. 3x am Tag.
Klingt simpel? Ist es auch, aber es ist kraftvoll, denn in diesen 30 Sekunden durchbrichst du den Autopiloten. Du wachst auf.
Übung 2: Die Konditionierungs-Liste (einmalig, dann regelmäßig ergänzen)
Was du brauchst: Stift und Papier.
So geht’s:
Setze dich hin. Nimm dir 20 Minuten Zeit und schreibe.
Schreibe 10-15 Sätze auf, die du in deiner Kindheit gehört hast. Botschaften. Regeln. „Du solltest“-Sätze.
Zum Beispiel:
- „Sei nicht so laut“
- „Mädchen machen das nicht“
- „Damit kannst du kein Geld verdienen“
- „Sei vernünftig“
- „Stell dich nicht so an“
Dann für jeden Satz: Spüre nach. Wirkt dieser Satz noch heute in dir? Verhältst du dich noch heute nach dieser Regel?
Schreibe dazu, WIE genau diese Konditionierung heute in deinem Leben wirkt.
Das ist keine schnelle Übung. Das ist tiefe Arbeit, aber sie lohnt sich.
Übung 3: Die „Ich will“-Praxis (täglich, 5 Minuten)
Was du brauchst: Einen ruhigen Moment.
So geht’s:
Setze dich hin und atme tief.
Und dann stelle dir die Frage: „Was will ich WIRKLICH?“
Nicht: „Was sollte ich wollen?“ Nicht: „Was möchte ich?“ Sondern: „Was WILL ich?“
Und dann lass die Antworten kommen ohne sie zu zensieren ohne sie kleinzumachen und ohne sie zu bewerten.
Vielleicht kommen Antworten wie:
- „Ich will mehr Zeit für mich“
- „Ich will aus meinem Job raus“
- „Ich will kreativ sein“
- „Ich will endlich NEIN sagen“
Schreibe sie auf. Alle. Auch die, die „unrealistisch“ scheinen.
Diese Übung trainiert deine Fähigkeit zu wollen. Sie schält die Konditionierung ab, dass dein Wollen zu viel ist.
Reflexionsfragen für tiefere Arbeit:
- In welchen Situationen fühlst du dich am meisten wie „du selbst“?
(Das zeigt dir, wo dein authentisches Selbst bereits durchkommt) - Wo in deinem Leben spielst du noch eine Rolle?
(Sei ehrlich. Arbeit? Familie? Freunde?) - Welche Konditionierung aus deiner Kindheit wirkt heute am stärksten?
(Das ist deine erste Zwiebelschicht, die du abschälen kannst) - Was würdest du tun, wenn niemand zusehen würde?
(Das zeigt dir, wo du dich versteckst) - Wenn du auf dein Leben zurückblickst – lebst du DEIN Leben? Oder das Leben, das andere für dich geplant haben?
(Die härteste Frage, aber die wichtigste.)
Meditation: Vom Gedanken-Chaos zur inneren Stille
Und jetzt lass uns praktisch werden.
Ich habe für dich eine 15-minütige Meditation aufgenommen. Sie heißt „Vom Gedanken-Chaos zur inneren Stille“ – und sie macht genau das, was der Titel verspricht.
Diese Meditation hilft dir, aus dem Autopiloten auszusteigen und präsent zu werden, sowie die Programme zu unterbrechen.
Sie ist nicht kompliziert, keine fancy Visualisierung, keine stundenlange Sitzerei.
Einfach: Zurück ins Hier und Jetzt und zurück zu dir.
🧘♀️ 15-Minuten Meditation: Vom Gedanken-Chaos zur inneren Stille
Hinweis: Diese Meditation ist besonders kraftvoll, wenn du sie täglich machst. Schon 15 Minuten am Morgen können deinen ganzen Tag verändern.
Lass uns persönlich werden
Du hast bis hierhin gelesen – das bedeutet mir viel.
Deshalb möchte ich dir noch etwas Persönliches mitgeben.
💝 Persönliche Einladung von Madlen
Zusammenfassung – Dein authentisches Selbst wartet
Lass uns zusammenfassen, was wirklich wichtig ist:
1. „Sei einfach du selbst“ ist nutzlos, solange du nicht weißt, wer du bist.
Dein „Selbst“ ist unter Jahrzehnten von Konditionierungen begraben. Du musst erstmal graben.
2. 95% deines Verhaltens läuft unbewusst ab – du spielst Programme aus der Kindheit.
Das ist keine Esoterik. Das ist Neurowissenschaft. Du bist meistens auf Autopilot.
3. Konditionierungen sind wie Zwiebelschichten, die abgeschält werden müssen.
Jede „Du solltest“-Botschaft aus deiner Kindheit ist eine Schicht. Eine Schicht zwischen dir und deinem authentischen Kern.
4. Achtsamkeit ist der Schlüssel, um Muster zu erkennen.
Nicht als Wellness-Trend. Sondern als praktisches Werkzeug, um aus dem Programm aufzuwachen.
5. Die Frage „Was willst du wirklich?“ wurde dir abtrainiert – aber du kannst sie zurückerobern.
Von „Ich möchte“ zurück zu „Ich will“. Das ist der Weg zu deiner Kraft.
6. Dein authentisches Selbst ist der Zugang zu deiner Seelenaufgabe.
Sie sind nicht getrennt. Wenn du die Schichten abschälst, findest du beides: Dich selbst UND deine Berufung.
Und jetzt?
Jetzt hast du zwei Möglichkeiten.
Du kannst diesen Artikel schließen, zurück in dein Leben gehen – und weitermachen wie bisher. Das Programm läuft weiter. Die Konditionierungen bleiben. Die Leere bleibt.
Oder.
Du kannst den ersten Schritt machen. Du kannst sagen: „Ja. Ich bin bereit. Bereit, die Zwiebelschichten abzuschälen. Bereit, mein authentisches Selbst zu finden. Bereit für meine Seelenaufgabe.“
Und wenn das deine Antwort ist – dann ist jetzt der Moment.
Es ist Zeit für dein wahres Leben
Du bist nicht allein auf diesem Weg. Als Wegbegleiterin der Zeitenwende begleite ich täglich Frauen dabei, ihre Konditionierungen zu lösen und ihr authentisches Selbst zu leben.
Nicht als Hobby. Nicht als nette Idee. Sondern als gelebte Realität.
Wenn du bereit bist, die Zwiebelschichten abzuschälen und endlich zu erkennen, wer du wirklich bist – dann lade ich dich herzlich zu meiner kostenlosen Vortragsreihe ein:
„Der Ruf deiner Seele: Finde deinen Platz im Leben und deine Bestimmung“
In dieser Vortragsreihe erfährst du:
✨ Wie du unbewusste Programme erkennst und durchbrichst
Konkrete Techniken, die über „sei achtsam“ hinausgehen. Du lernst, das Programm nicht nur zu erkennen, sondern aktiv zu stoppen.
✨ Welche Konditionierungen dich von deinem wahren Selbst trennen
Wir schauen uns die häufigsten Kindheitsprägungen an – und wie sie heute dein Leben steuern. Du wirst Aha-Momente haben.
✨ Den konkreten Weg zu deiner Seelenaufgabe – jenseits gesellschaftlicher Erwartungen
Nicht das Leben, das deine Eltern für dich geplant haben. Nicht das, was die Gesellschaft von dir erwartet. Sondern DEIN Leben.
📅 Nächster Termin: 12.01.2026 um 10 Uhr oder um 20 Uhr.
Es ist Zeit für dein wahres Leben.
Nicht das konditionierte.
Nicht das angepasste.
Sondern deins.
Ich freue mich darauf, dich auf diesem Weg zu begleiten.
Von Herzen,
Madlen

❓ Häufig gestellte Fragen
Wie erkenne ich, ob ich auf Autopilot lebe?
Typische Anzeichen: Du sagst „Ja“, obwohl du „Nein“ meinst. Du fühlst dich fremd im eigenen Leben. Du funktionierst perfekt nach außen, fühlst dich aber innerlich leer. Du reagierst automatisch in sozialen Situationen, ohne bewusst zu entscheiden. Der Achtsamkeits-Checkpoint (3x täglich) hilft dir, diese Muster zu erkennen.
Kann ich meine Kindheitskonditionierungen wirklich auflösen?
Ja. Durch Achtsamkeit, bewusstes Hinterfragen und praktische Übungen kannst du Schicht für Schicht abschälen. Es ist ein Prozess, kein Schalter. Aber jede erkannte Konditionierung gibt dir mehr Wahlfreiheit. Die Konditionierungs-Liste ist ein guter Startpunkt.
Wie lange dauert es, mein authentisches Selbst zu finden?
Das ist individuell verschieden. Manche Menschen haben bereits nach wenigen Wochen erste Durchbrüche, andere brauchen Monate oder Jahre. Wichtig: Es ist kein Ziel, das du erreichst, sondern ein kontinuierlicher Prozess des Bewusstwerdens und Abschälens. Jeder kleine Schritt zählt.
Über die Autorin
Madlen Maxin ist Wegbegleiterin der Zeitenwende und unterstützt Frauen dabei, ihre Seelenaufgabe zu finden und zu leben. Nach ihrer eigenen Transformation vom Finanzamt zur spirituellen Begleitung hat sie viele Frauen auf ihrem Weg begleitet. Ihre Arbeit verbindet wissenschaftliche Fundierung mit spirituellem Tiefgang.
Kommentare – Teile deine Erfahrung
Welche Konditionierung aus deiner Kindheit wirkt heute noch am stärksten in dir?
Ich bin neugierig auf deine Geschichte. Teile sie in den Kommentaren – und lass uns gemeinsam erkennen, dass wir alle ähnliche Muster durchlaufen haben.
Dein Kommentar kann für jemand anderen der Moment der Erkennung sein. Also trau dich. Schreib.
Ich freue mich auf den Austausch mit dir! ❤️